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Kloster / HospizAude

Monastère Sainte-Marie de Prouilhe

Fanjeaux

Maße
Unvollendet gebliebene romanisch-byzantinische Basilika, 1925–1926 mit einem achteckigen Metalldachstuhl gedeckt
Zeit
Gegründet Ende 1206 oder Anfang 1207; erstes gesichertes Dokument vom 17. April 1207; nach 1793 zerstört; ab 1860 wiederaufgebaut, Basilika 1885 oder 1886 begonnen
Was dort steht
20 Schwestern 1211, 100 im Jahr 1258, 160 im Jahr 1340; heute etwa fünfzehn

Zwei Kilometer unterhalb von Fanjeaux, in der Senke der Ebene, ist Prouilhe die Wiege des Dominikanerordens. Hier bringt Dominikus von Guzmán Ende 1206 oder Anfang 1207 eine kleine Gruppe bekehrter Frauen unter; das erste gesicherte Dokument datiert vom 17. April 1207, als der Erzbischof von Narbonne der Einrichtung Einkünfte gewährt. Die Quellen nennen zu Beginn neun oder zwölf Nonnen, zwanzig im Jahr 1211; sie lebten nach der Augustinusregel, und Dominikus war ihr erster Prior. So ist es das erste Haus des Predigerordens, gegründet noch vor dem Orden selbst. Das Kloster gedeiht über Jahrhunderte: hundert Schwestern 1258, hundertsechzig 1340. Die Revolution vernichtet es. Die Nonnen werden 1792 vertrieben, die Gebäude 1793 als Nationalgut für 165 000 Livres verkauft, dann abgerissen und als Steinbruch für die umliegenden Dörfer ausgebeutet. Der Besucher sollte es vor der Anreise wissen: Vom mittelalterlichen Bau ist praktisch nichts erhalten – ein Schlussstein. Alles, was man heute sieht, stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Lacordaire besucht 1850 die Ruinen und beschließt, die Wiege des Ordens neu zu gründen; der Wiederaufbau beginnt um 1860, neun Schwestern aus dem Kloster von Nay entfachen 1880 das klösterliche Leben neu, und die Basilika im romanisch-byzantinischen Stil wird Mitte der 1880er Jahre in Angriff genommen. Sie wurde nie vollendet: Die geplante monumentale Kuppel wurde 1925–1926 durch ein achteckiges Dach mit Metalldachstuhl nach Eiffelscher Art ersetzt. Etwa fünfzehn Nonnen leben dort noch heute.

Histoire de Prouilhe — le monastère ↗

Zugang : Autobahn A61, Ausfahrt 22 Bram, dann 7 km Richtung Foix-Fanjeaux; das Kloster liegt unterhalb des Dorfes, an der Kreuzung der Straßen Bram–Mirepoix und Castelnaudary–Limoux. Bahnhöfe in Bram (7 km), Castelnaudary (15 km), Carcassonne (25 km). Ein Laden und ein Gästehaus empfangen Besucher; die Gottesdienste sind öffentlich (Laudes 6.45 Uhr, Vesper 17.30 Uhr, Messe sonntags um 10 Uhr). Die Klausur kann nicht besichtigt werden. Achtung: Das Mittelschiff der Basilika ist während der Restaurierung des Daches, deren Abschluss für November 2026 angestrebt wird, aus Sicherheitsgründen geschlossen – vor der Anreise unter 04 68 11 22 62 anrufen.

Öffnungszeiten und Zugang sind unverbindliche Angaben: vor der Abfahrt bitte prüfen.

Klangatmosphäre

Monastère Sainte-Marie de Prouilhe
Mich-nguyen · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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